SMILE Pro

Die besonders sanfte Laserbehandlung ...

Markus Maier

Kinder-Sprechstunde

Kleine Augen brauchen besondere Aufmerksamkeit. Früh erkennen – damit Kinder die Welt klar sehen.

Dr. Luise Weitzdörfer

Kurz erklärt

Kinder merken oft selbst nicht, dass sie schlecht sehen – denn sie kennen es nicht anders. Unentdeckte Sehprobleme können die Entwicklung, das Lernen und das Wohlbefinden Ihres Kindes dauerhaft beeinflussen. In unserer Kinder-Sprechstunde untersuchen wir Augen jeden Alters – einfühlsam, spielerisch und mit moderner Diagnostik.

So funktioniert es

In der Kinder-Sprechstunde untersuchen wir Sehschärfe, Fehlsichtigkeit, Augenstellung und die Zusammenarbeit beider Augen – altersgerecht und ohne Stress für Ihr Kind. Werden Auffälligkeiten festgestellt, erstellen wir sofort einen individuellen Therapieplan: von der Brillenverordnung über die Okklusionstherapie bei Schwachsichtigkeit bis hin zum modernen Myopiemanagement, das das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit bei Kindern verlangsamen kann.

Warum Kinder-Sprechstunde bei VISUS ONE

Früherkennung ist alles

Viele Sehprobleme im Kindesalter – Schwachsichtigkeit, Schielen, Fehlsichtigkeit – lassen sich nur in einem bestimmten Zeitfenster effektiv behandeln. Je früher, desto besser.

Kinderfreundliche Untersuchung

Unsere Untersuchungen sind speziell auf Kinder abgestimmt – spielerisch, geduldig und ohne Angst. Wir nehmen uns die Zeit, die Ihr Kind braucht.

Myopiemanagement

Nimmt die Kurzsichtigkeit Ihres Kindes jedes Jahr zu? Mit modernen Methoden wie Orthokeratologie oder niedrig dosiertem Atropin lässt sich die Progression wirkungsvoll verlangsamen.

Begleitung von Anfang an

Von der Erstuntersuchung über die Brillenanpassung bis zur Kontrolle – wir begleiten die Augengesundheit Ihres Kindes langfristig und im Familientakt.

So läuft die Kinder-Sprechstunde ab

Phase 1: Untersuchung

Wir beginnen mit einem altersgerechten Sehtest und messen die Fehlsichtigkeit – bei Bedarf unter Verwendung von Augentropfen, die die Akkomodation vorübergehend ausschalten (Zykloplegie), um besonders genaue Werte zu erhalten.

Anschließend untersuchen wir die Augenstellung (Schielen), die Zusammenarbeit beider Augen (Binokularsehen) und den vorderen sowie hinteren Augenabschnitt.

Alle Befunde besprechen wir ausführlich mit Ihnen – verständlich, ohne Fachkauderwelsch und mit klaren Empfehlungen für die nächsten Schritte.

Phase 2: Therapie

Bei Fehlsichtigkeit verordnen wir eine altersgerechte Brille – konsequentes Brillentragen ist oft der wichtigste erste Schritt zur gesunden Augenentwicklung.

Bei Schwachsichtigkeit (Amblyopie) beginnen wir mit der Okklusionstherapie: Das stärkere Auge wird zeitweise abgeklebt, damit das schwächere Auge trainiert und gefördert wird.

Bei zunehmendem Myopie-Fortschritt besprechen wir geeignete Myopiemanagement-Optionen – angepasst an Alter, Stärke der Kurzsichtigkeit und Lebenssituation Ihres Kindes.

Phase 3: Begleitung

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen – je nach Befund alle drei bis sechs Monate – stellen sicher, dass Brille, Therapie und Augenentwicklung optimal zusammenpassen.

Wir passen Brillenstärken, Therapieintensität und Behandlungsplan an, wenn sich der Befund Ihres Kindes verändert.

Wenn Ihr Kind älter wird, beraten wir Sie gemeinsam über weiterführende Optionen – von Kontaktlinsen bis hin zu dauerhaften Korrektionsmöglichkeiten im Erwachsenenalter.

Ohne Ausfall – die meisten Kinder gehen direkt danach spielen

Eine Augenuntersuchung ist kein Eingriff – Ihr Kind kann direkt danach wieder seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen. Wurden Augentropfen zur Messung eingesetzt, ist das Sehen für einige Stunden etwas verschwommen und das Auge lichtempfindlicher. Bitte bringen Sie eine Sonnenbrille mit und planen Sie keine anstrengende Naharbeit für diesen Tag.

Wichtige Hinweise

Augentropfen vorübergehend

Zykloplektische Augentropfen weiten die Pupille und schalten die Nahakkommodation aus. Die Wirkung hält einige Stunden an – danach ist das Sehen wieder normal.

Brillengewöhnung dauert

Kinder, die erstmals eine Brille tragen, brauchen einige Wochen zur Gewöhnung. Leichte Kopfschmerzen am Anfang sind normal und klingen ab.

Okklusionstherapie erfordert Konsequenz

Die Abklebebehandlung wirkt nur, wenn sie regelmäßig und konsequent durchgeführt wird. Wir unterstützen Sie dabei mit klaren Empfehlungen und Motivationstipps für Ihr Kind.

Zeitfenster der Entwicklung

Schwachsichtigkeit lässt sich nur bis etwa zum 8.–10. Lebensjahr effektiv behandeln. Danach ist das visuelle System weitgehend ausgereift. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend.

Dr. Luise Weitzdörfer

Kosten der Untersuchung

Grundlegende Sehtests und medizinisch notwendige Untersuchungen werden bei Kindern von gesetzlichen Krankenkassen oft anteilig oder vollständig übernommen. Spezialisierte Untersuchungen (z. B. Myopiemanagement, Orthoptik) können Selbstzahlerleistungen sein. Wir informieren Sie vorab transparent über anfallende Kosten.

Ab 99 €

Dr. Luise Weitzdörfer

Ophthalmologin bei VISUS ONE

Häufige Fragen

Idealerweise sollte die erste gezielte Augenuntersuchung beim Ophthalmologen zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr stattfinden – spätestens aber vor Schuleintritt. Säuglinge und Kleinkinder, bei denen Schielen, Lidfehlstellungen oder eine Familiengeschichte von Augenproblemen vorliegen, sollten noch früher untersucht werden. Viele Sehprobleme zeigen im Kleinkindalter keine offensichtlichen Symptome.

Amblyopie entsteht, wenn ein Auge während der sensiblen Entwicklungsphase nicht ausreichend genutzt wird – zum Beispiel wegen Schielen, einer starken Fehlsichtigkeit oder einer Sehbehinderung auf einem Auge. Das Gehirn lernt, das schwächere Auge zu unterdrücken. Die Okklusionstherapie – das zeitweise Abkleben des stärkeren Auges – trainiert das schwächere Auge und kann die Sehschärfe deutlich verbessern. Je früher begonnen wird, desto größer ist der Behandlungserfolg.

Beim Schielen (Strabismus) sind die Augen nicht parallel ausgerichtet – ein Auge weicht nach innen, außen, oben oder unten ab. Schielen kann konstant oder nur zeitweise auftreten. In vielen Fällen hilft eine Brille, das Schielen vollständig zu korrigieren. Manchmal ist ergänzend eine Okklusionstherapie oder – in bestimmten Fällen – eine operative Korrektur der Augenmuskeln sinnvoll. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Therapieerfolg.

Wenn die Kurzsichtigkeit eines Kindes von Jahr zu Jahr zunimmt, spricht man von Myopie-Progression. Unbehandelt kann eine hohe Kurzsichtigkeit im Erwachsenenalter das Risiko für Netzhauterkrankungen erhöhen. Myopiemanagement umfasst Methoden, die das Fortschreiten verlangsamen: niedrig dosierte Atropintropfen, spezielle Myopie-Kontrollbrillen oder Orthokeratologie-Linsen (Nachtlinsen). Die richtige Methode hängt vom Alter, der Stärke der Kurzsichtigkeit und dem Lebensstil Ihres Kindes ab.

Orthokeratologie (Ortho-K) sind speziell angepasste formstabile Kontaktlinsen, die nachts getragen werden. Während des Schlafs formen sie die Hornhaut sanft um – tagsüber sieht das Kind ohne Brille oder Linsen klar. Gleichzeitig verlangsamen Ortho-K-Linsen nachweislich das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit. Sie eignen sich für Kinder ab etwa 8 Jahren, die zuverlässig mit Kontaktlinsen umgehen können und unter zunehmender Myopie leiden.

Schulsehtests überprüfen in der Regel nur die Sehschärfe für die Ferne. Sie erkennen keine Weitsichtigkeit, keine Schwachsichtigkeit, kein latentes Schielen und keine Probleme mit dem Binokularsehen. Kinder mit Weitsichtigkeit sehen oft scharf – haben aber Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme beim Lesen. Ein normales Schulsehtest-Ergebnis schließt relevante Sehprobleme also nicht aus. Im Zweifelsfall ist eine gezielte ophthalmologische Untersuchung immer sinnvoll.

Brillenverweigerung ist bei Kindern häufig und verständlich. Oft hilft es, das Kind aktiv in die Brillenauswahl einzubeziehen und zu erklären, warum die Brille wichtig ist – altersgerecht und ohne Druck. Bei Kindern mit Amblyopie ist das konsequente Tragen der Brille oft die Grundlage für jede weitere Therapie. Unser Team gibt Ihnen praktische Tipps für den Alltag und berät Sie, welche Brillenmodelle besonders kindgerecht und bruchfest sind.