Autor
Dr. Luise Weitzdörfer
Seit zwanzig Jahren Brille. Und dann dieser eine Morgen.
Autor Dr. Luise Weitzdörfer
Ich trage eine Brille, seit ich dreizehn bin. Irgendwann wird sie einfach ein Teil von einem — man sucht sie morgens als Erstes, man putzt sie als Letztes. Auf der Arbeit hatte ich mit Kontaktlinsen experimentiert: Baustellenbesuche im Staub, stundenlange Arbeit am Bildschirm, dann noch ein langer Abend. Am Ende brannten die Augen, und ich war wieder bei der Brille. Das war mein Alltag.
Den Anstoß gab ein Kollege — er hatte sich bei Visus One behandeln lassen, irgendwie beiläufig erwähnt im Gespräch. Ich habe nicht sofort reagiert. Aber der Gedanke blieb. Ein paar Wochen später habe ich angefangen zu recherchieren. Ich bin Architekt, ich denke in Details — ich wollte verstehen, was da genau passiert, bevor ich irgendetwas entscheide.
Mein erster Termin bei Visus One war ein reines Informationsgespräch. Das war mir wichtig. Mir wurde erklärt, wie SMILE Pro funktioniert: dass kein großer Schnitt in der Hornhaut gemacht wird, sondern der Laser eine hauchdünne Gewebeschicht im Inneren formt — und diese durch eine winzige Öffnung entnimmt. Drei Millimeter. Die Hornhautoberfläche bleibt dabei vollständig intakt. Dass ich geeignet bin, wurde mir ausführlich erklärt — mit meinen konkreten Werten, nicht irgendwie allgemein. Genau das hatte ich gebraucht.
Die Entscheidung habe ich danach nicht lange hinausgezögert. Nicht weil ich leichtsinnig bin — sondern weil ich nach diesem Gespräch einfach keine offenen Fragen mehr hatte. Der Termin zur Behandlung war innerhalb von zwei Wochen.
Nervös war ich trotzdem. Das wäre gelogen zu verneinen. Aber die Abläufe bei Visus One waren so ruhig und strukturiert, dass ich gar keine Chance hatte, mich wirklich aufzuregen. Ich habe auf Wunsch im Vorfeld eine leichte Beruhigungsmedikation bekommen. Die Behandlung selbst hat pro Auge etwa zehn Sekunden gedauert. Zehn Sekunden. Ich habe kaum etwas wahrgenommen — kein Druck, kein Unbehagen. Angenehmer als jeder Zahnarzttermin, den ich je hatte.
Direkt nach der Behandlung war mein Blick noch etwas weich — das hatte man mir genau so beschrieben. Ich bin nach Hause gefahren, habe geschlafen. Am nächsten Morgen habe ich die Augen aufgemacht und automatisch nach der Brille gegriffen. Sie lag auf dem Nachttisch. Ich habe sie nicht gebraucht. Das klingt banal, wenn man es so aufschreibt. Es war es nicht. Nach vier Tagen war meine Sehkraft vollständig stabil. Keine Trockenheit, keine Lichtempfindlichkeit, nichts. Ich war zurück auf der Baustelle, zurück am Zeichentisch, abends beim Klettern. Ohne Brille. Ohne Kontaktlinsen. Ohne darüber nachzudenken. Das ist das Erstaunlichste: wie schnell man aufhört, es als besonders zu empfinden — und wie selbstverständlich die neue Klarheit wird.
Was ich anderen sagen würde, die noch zögern? Informiert euch. Nehmt das Beratungsgespräch ernst. Wenn die Voruntersuchung ergibt, dass ihr geeignet seid — dann gibt es eigentlich nichts mehr, das dagegen spricht. Ich habe zwanzig Jahre gewartet. Ich weiß nicht mehr, warum.
Grundsätzlich für erwachsene Patientinnen und Patienten mit stabiler Sehschwäche — im persönlichen Beratungsgespräch klären wir Ihre Eignung.
In ca. 60 Minuten besprechen wir Ihre Wünsche, führen Messungen durch und erklären passende Verfahren ohne Verpflichtung.
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